Projektreise Nepal Februar 2014

Am 18.02. ging es von Stuttgart über Istanbul nach Nepal um einige unserer Projekte zu besuchen, die von Mountain Spirit Deutschland e.V. betreut werden. Vor allem die Schulen sind ein wichtiges neues Projekt. Mit Unterstützung von Labdoo.org, die uns gebrauchte Laptops mit kindgerechten Programmen zur Verfügung stellen.

Nach meiner Ankunft in Kathmandu, stieg ich natürlich im Kathmandu View Hotel ab, von wo aus unsere Kontaktperson Pema.D Sherpa uns in allen Belangen unterstützt.

Am 20.03. war die offizielle Übergabe des ersten von 10 Laptops an der Manjushree Community School in Bhoudda. An der Schule wird unter anderem auch tibetisch gelehrt. Es war ein sehr herzlicher Empfang von den Lehrern und Schülern. Unser Partner Mountain Spirit Nepal hatte die Schule als Projektschule gemeldet. Es war sehr eindrücklich die Klassenzimmer zu besichtigen.

Den ersten Laptop hatte ich im Handgepäck für die Manjushree Community School in Kathmandu aus Deutschland mitgebracht. Funktionsfähige günstige Laptops an den Schulen sind einem Entwicklungsland Mangelware. Deren Ausstattung will Mountain Spirit jetzt weiter verbessern. Mit Labdoo.org will der Verein der Manjushree Community School zehn Laptops zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt, um den 130 Schülern den Umgang mit dem Computer zu vermitteln, das längst in vielen Bereichen zum Standard gehört. Auf den Laptops ist Edubuntu vorinstalliert, eine für Schule und Bildung konzipierte Sammlung von Lernprogrammen und Spielen für verschiedene Altersbereiche. Dazu gehören Rechen-, Schreib-, Buchstaben-, Wortfindungs- und Merkspiele sowie unter anderem Programme wie Offline-Wikipedia über Astronomie, Geografie, Chemie, Grafik, Malprogramme, Mathematik, Physik, Sprache und mehr.

Am 21.03. war der Flug von Kathmandu nach Kangel geplant. Wegen schlechten Wetter wurde der Flug gechancelt. Phuti Sherpa und ich, beschlossen mit einem Jeep nach Phaplu zu fahren.

Am Nachmittag ein Meeting mit Mountain Spirit Nepal betreffs unserem neuen Projekt in Udyapur.

Vorbereitung für ein MoU Memorandum of Understanding.

Am 22.03. gegen 4:30 startete die abenteuerliche Fahrt, zuerst auf noch guten Straßen, später waren es nur noch aufgeweichte Schotterpisten, die nicht nur von dem Fahrer sondern auch von den Mitreisenden einiges an Durchhaltevermögen abverlangte. Nach einer endlosen, nicht mehr endend wollenden Fahrt erreichten wir bei Nacht (21:30) Phaplu. In dieser Nacht ging es mir wie nach einer Seereise, alles bewegte sich. Die Schaukelei war ganz schön heftig.

Am 23.03. , Besuch an unserer zweiten Projektschule der White Hills Higher Secondary English Boarding School in Salleri mit nahezu 400 Schülern aus den verschiedensten, im Umfeld von Salleri, lebenden Volksgruppen. Es war ein sehr herzlicher Empfang, die Schüler jeder Klasse hatten in den vergangenen Tagen etwas vorbereitet. Es wurde gebastelt, gemalt, Lieder und Tänze einstudiert. Wir besichtigen die Schule, die Räume des neuen Schulgebäudes sie sind sehr sauber und hell und mit großen Fenstern.


Auf dem Vorplatz der Schule wurden Stühle aufgestellt. Phuti Sherpa und ich wurden von den Schülern begrüßt mit dem traditionellen Khata (weißer Glückschal). Jeder bekam einen Schal um die Schultern gelegt. Bei fast 400 Schülern (400 Khatas) weiß ich nun was für ein Gewicht das ist. Im Gegenzug überreichten wir dann an jedes Kind die mitgebrachten Geschenke, selbstgestrickte Socken und Buntstifte und verschiedene mitgebrachte Geschenke.

Die Begrüßungszeremonie war für einen ganzen Tag geplant, wir mussten aber noch an diesem Tag nach Chyangmityang gehen. (ca. 4 Stunden Marsch). So gab es ein etwas gekürztes Programm, das aber mit sehr viel Liebe und Freude vorgetragen wurde.

 

Angefangen mit Liedern von den 1.-3. Klassen. Dann folgten verschiedene Vorträge und Vorlesungen von Aufsätzen über die Region und die Schule. Die älteren Schüler führten typische Tänze der verschiedenen Volksgruppen vor.

Gegen 15:30 verabschiedeten wir uns und eilten nach Phaplu um mit unseren Rucksäcken nach Chyangmityang zu gehen. Das Wetter war am Anfang noch sehr gut, es war trotz dieser Höhe noch sehr heiss. Später zogen Wolken auf. Am Pass war es dann schon empfindlich kalt, eine Woche vorher hatte es noch geschneit. An manchen Stellen lag noch Schnee.

Das Dorf erreichten wir bei beginnender Dunkelheit. Es war ein freundlicher Empfang im Haus von Phutis Eltern. Wir saßen gemeinsam im Küchenanbau am offenen Feuer und genossen die herzliche Gastfreundschaft. Es gab wie immer leckeres Essen. Dal Bhat die traditionelle Speise das zu jeder Zeit und in jedem Haus in Nepal gegessen wird.

24.03. Besuch der Schule in Chyangmityang. Vor einigen Wochen war der Zustand der Schule noch sehr schlecht, in Räumen mit Lehmboden, Staub, Feuchtigkeit, die Böden und Balken waren morsch. MSD hat das Material für die Sanierung der Böden finanziert.

Die Arbeiten wurden von der Dorfbevölkerung gemeinsam durchgeführt.

Es folgte eine Begrüßung durch die Schüler, auch hier wurden Lieder gesungen und Tänze aufgeführt. Es gab für alle Tee und Gebäck. Bei anschließenden Meeting wurde auf das marode Dach der Schule hingewiesen. 16-17 Jahre war es nun alt und es regnete überall herein. Nach Rücksprache mit dem Vorstand von MSD, konnte ich die Renovierung des Schuldaches zusagen. Da der Monsun bevor steht und im Moment die Piste mit einem Traktor befahrbar ist, wurde das Material sofort bestellt. Die Renovierung des Daches und der Innenausbau der Schule mit Holzpanellen wird wieder von der Dorfbevölkerung durchgeführt.

25.03. Besuch des Healthpost und Meeting mit Dali und Sarkini Sherpa. Die Bücher wurden vorgelegt und besprochen. Dali und Sarkini berichteten über  ihre Tätigkeiten und belegten diese auch mit den Krankenreports, Verbrauch der Medizin, Befragungen zu Gesundheitsfragen und Lebensgewohnheiten die regelmäßig durchgeführt wurden. Medikamente lagern noch in Salleri, müssen noch abgeholt werden.

An dem Tag wo wir Dali und Sarkini besuchten ist es bitterkalt. Es ist in der Station wie in einem Kühlschrank, ich verspreche den Kauf eines Ofens (Heizen und Wassertank), das sehr gerne angenommen wurde. Nach meiner Rückkehr in Kathmandu wurde der Ofen bestellt.

Überprüfung der Solaranlage, die sehr gut funktioniert. Auch die Trinkwasserversorgung wurde besprochen. Ein Wassersack PAUL soll in Chyangmityang eingesetzt werden.

26.03. Besuch des Klosters von Cyangmityang. Dort wird die Arbeit von Dali und Sarkini Sherpa sehr gelobt, auch im Dorf hören wir nur sehr Gutes. Die Dorfbevölkerung ist sehr glücklich über den Einsatz und die Unterstützung von MSD.

27.03. bis 30.03. Marsch nach Lukla bei herrlichem Wetter. Geplant ist der Rückflug nach Kathmandu am 31.03. aber das Wetter war am Morgen katastrophal, keine Sicht die Flüge wurden alle gestrichen. Es regnete und gegen Abend schneite es sogar. Nur der Aufenthaltsraum war beheizt, die Zimmer waren eiskalt. Da galt es den Schlafsack über die Ohren zu ziehen.

Am 01.04. war das Wetter wieder sehr klar und wir standen gegen 7:00 Uhr am Airport. Wir bekamen die Auskunft das es in Kathmandu Nebel hat und das vielleicht auch heute keine Flüge zustande kommen. Gegen 9:30 bekamen wir die Info das der Nebel sich auflöst und eventuell Flüge durchgeführt würden. Endlich gegen 11:00 landete die erste Maschine. Mit Unterstützung vom Büro in Kathmandu saßen wir im ersten Flugzeug und es ging kurz danach los. Der Flug war sehr unruhig, die Maschine wurde gewaltig durch geschüttelt. Es gab noch 2 Flüge dann wurde der Flugverkehr wegen starkem Wind wieder eingestellt.

Wir waren sehr glücklich wieder in Kathmandu zu sein, denn es gab auch hier noch einiges zu erledigen.

Die abschließende detaillierte Planung des Arun Projektes im Büro von unserem Partner HNFF dauerte fast einen ganzen Tag. Wir überarbeiten den Terminplan und den Ablauf des Projektes für den Einsatz des Teams um Dr. Feurer. Die Kosten wurden nochmals überarbeitet und angepasst. Die Dolmetscherin und Krankenschwester Madika Kulung stellte sich vor, sie wird das Team beim Arun Projekt begleiten.

Das Team startete am 21.03.14.

Ausarbeitung und Planung für die Begleitmannschft und Küche für das Arun Projekt mit der Agentur.

Meeting und Abschluss des Memorandum of Understanding MoU betreffs dem neuen Projekt Udaypur " Health, Education and Ecotourism Project" mit unserem Partner Mountain Spirit Nepal. Das Projekt hat eine Laufzeit von 5 Jahren.

Leider wurde der Wassersack PAUL nicht wie ausgemacht geliefert Es war noch geplant die Zollformalitäten vor Ort durchzuführen.

Meeting über die Labdoo Organisation in Nepal. Es soll ein Kompetenzcenter aufgebaut werden. Die Laptops werden nach dem Transport nochmals überprüft, die Passwörter abgeändert und die Lehrer sollen in einem Workshop die Programme kennenlernen. Nach dem Workshop werden die Laptops an die Schulen verteilt.

Eine Überwachung und ein sinnvoller Einsatz der Laptops kann nur von Nepal aus gewährleistet werden. Pema D.Sherpa wird dieses vom Office aus überwachen. Die nächsten Laptops werden bereits in einigen Wochen mit Gruppen nach Nepal transportiert.

Mein Dank gilt

Phuti Sherpa die sich sehr engagiert eingesetzt hat

Familie Pasang Sherpa in Chyangmityang für die freundliche Aufnahme und Gastfreundschaft

Dali und Sarkini Sherpa für ihren tollen Einsatz in Chyangmityang

die Lehrer und Schüler der Manjushree Community in Bhoudda und der White Hills Bording School in Salleri für ihre schönen Lieder, Bilder, Tänze und das herzliche Lachen

Pema D. Sherpa und Chenga Sherpa die uns immer und überall unterstützen

Tsedar Bhutia von HNFF mit dem Komitee

Nima Lama und Lhakpa Tenji Lama von Mountain Spirit Nepal

Allen Dank für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung.