In der Dorfmitte stand das alte, fast verfallene Schulhaus leer, nachdem eine neue Schule am Ortsrand gebaut werden konnte.

Die Materialien, die zur Renovierung des alten, halb verfallenen Gebäudes notwendig Das alte Schulhaus vor der Renovierung durch die Menschen in Shermatangsind, waren für die Dorfbewohner unerschwinglich, da sie im Tal für teures Geld gekauft werden müssen. Aber die Bewohner waren bereit und interessiert, diese Materialien auf ihrem Rücken hinauf ins Dorf zu tragen und zu verarbeiten. Und sie waren auch bereit und interessiert, Holz und andere Materialien aus dem Dorf selbst bereitzustellen. Dies hatte die ausführliche Evaluierung in Zusammenarbeit mit MountainSpirit Nepal ergeben.

Damit sind die besten Voraussetzungen gegeben, als ersten Schritt das alte Schulhaus zur funktionsfähigen Dorf-Klinik („health post“) zu renovieren. Die Bewohner fassen mit an, wie sie können, und wir, MountainSpirit helfen bei der Planung und spenden die im Dorf nicht verfügbaren Materialien wie Zement, Dachplatten und Fenster.

... und wenn Sie den Einsatz der Bewohner für ihr Projekt abschätzen wollen, stellen Sie sich bitte vor, sie selbst bauten ein Haus auf einem 2200 Meter hohen Berg und müssten alle Baustoffe - Dachplatten, Zement, Fensterscheiben und vieles mehr - auf ihrem Rücken auf engen Pfaden aus dem Tal dort hinauf tragen.

Der Transport war nur der erste Schritt.

Die Bewohner verbauten die Materialien mit hoher Geschicklichkeit und Improvisationskunst. Innerhalb weniger Wochen veränderte sich unter ihren Händen das schimmelpilzzerfressene Gemäuer zu einem ansehnlichen Gebäude.

Noch vor dem beginnenden Monsunregen war das Haus wetterfest und die Innenarbeiten konnten beginnen. Die Räume wurden hergerichtet und mit einfachen Regalen und Schränken für die Medikamente und Hilfsmittel versehen. Bänke, Tisch und Stühle wurden für die Patienten und den Arzt gezimmert.

Zwischenzeitlich hatte ein junger Mann aus dem Dorf auch die Ausbildung in der Hauptstadt zum Krankenpfleger mit Kenntnissen in westlicher und traditioneller Medizin abgeschlossen und war ins Dorf zurückgekehrt. Auch diese Ausbildung wäre für einen Dorfbewohner unbezahlbar – wenn MountainSpirit nicht die Finanzierung übernommen hätte.

... dann kam die feierliche Einweihung nach typisch buddhistischem Ritus.

Stellen Sie sich noch einmal vor, Sie wären dort in den Bergen. Bis an die nächste Straße – eigentlich mehr ein holpriger Feldweg – ist es ein tages-langer Abstieg und dann noch einmal eine schaukelnde, Busfahrt mit einem klapprigen, überfüllte Gefährt einen Tag oder mehr in die Stadt zum nächsten Arzt. Sie sind also weit, sehr weit weg von aller Hilfe.

Und nun stellen Sie sich bitte vor, Ihnen würde dort oben im Dorf bei der Feldarbeit in den steilen Hängen ein Unfall passieren. Sie brauchen dringend ärztliche Hilfe. Aber die ist mindestens 2 Tagesetappen weit weg.

Unvorstellbar, sagen Sie?

Bis vor kurzem war es so in Shermatang und vielen anderen Orten. Heute gibt es dank der Unterstützung von MountainSpirit durch viele Spender in Deutschland und den Einsatz der Bevölkerung im Ort eine Krankenstation zur Erstversorgung.

Sie brauchen nicht mehr auf dem Rücken von starken Trägern viele Stunden unter Schmerzen hinab ins Tal getragen werden. Denken Sie bitte bei Ihrem nächsten Arztbesuch an das, was uns selbstverständlich geworden ist – und an das, was Sie mit einer kleinen Spende auch für andere Menschen zugänglich machen können.

Wir haben noch andere, ähnliche Projekt verwirklicht. Und es warten viele weitere Projekte auf uns! Wir wollen mithelfen, den Menschen in den ärmsten Regionen der Welt zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

 

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