Himalaya Natural Fibre Foundation(HNFF )– Mountain Spirit Deutschland(MSD)

28.3.2013 – 25.4.2013

medizinisches Team

Nach einem pünktlichen und problemlosen Flug mit Zwischenaufenthalt in Abu Dhabi landen wir am 29.4. abends in Kathmandu. Wir werden abgeholt und zum Hotel gebracht, wo e s ein herzliches Wiedersehen gibt.

Am nächsten Morgen füllen wir die Packsäcke, die mit der Begleitmannschaft per Jeep ins Arun-Tal geschickt werden. Pünktlich sind Tanka, der Guide und Subash, der Koch im Hotel. Wir stellen uns vor und besprechen nochmals den Zeitplan, dann startet die Gruppe. Zwei Tage werden sie unterwegs sein. Am zeitigen Nachmittag kommen Tsedar und Bhala von HNFF. Wir besprechen den Zeitplan und verteilen die Tickets für den Flug nach Tumlingtar. Dort treffen wir Mingma, die Ehefrau von Phuri Lama Sherpa, die im letzten Jahr den Workshop für die Frauen in Chyangmityang dolmetschte. Vieles gilt es zu besprechen und Informationen zu aktualisieren – die Stunden verfliegen!

Am Sonntag, 31.3., haben wir das große Meeting mit Tsedar, Bhala und Indra Kulung von HNFF. Wir formulieren mit ihnen gemeinsam die Fragen aus, die auf den Meetings in den Dörfern gestellt werden sollen. Das ist spannend, zumal Tsedar die Region sehr gut kennt und es nicht um unseren Blickwinkel geht! HNFF berichtet auch über die eigene Entwicklungsarbeit vor Ort, über Erfolge und Probleme. Nun sind wir richtig neugierig und gespannt auf das, was uns erwartet.

Am Ostermontag fahren wir nach dem zeitigen Frühstück zum Flughafen. Dort treffen wir Tsedar und checken ein. 10.20 starten wir mit Buddha Air und haben einen wunderbaren Flug in großer Höhe entlang der Eisriesen des Himalaya nach Tumlingtar (ca. 400m), wo wir 11.05 landen. Sengende Hitze empfängt uns! Nach den langen kalten Wintertagen in Deutschland ist das die erste Herausforderung. Die Träger- und Kochmannschaft ist auch eingetroffen. Nach einem Kennenlern-Lunch beginnen wir 13.00 Uhr bei 36 C Grad die Tour. Der staubige Weg führt entlang des Arun-Flusses durch dünn besiedeltes Gebiet. Jeder versucht, seinen Rhythmus zu finden und nimmt erste Eindrücke auf. Gegen 16.00 Uhr erreichen wir Beteni. Eine Wiese am Fluss ist der Zeltplatz. Enttäuschung, als die Zelte ausgepackt werden: sie sind in keinem guten Zustand, es fehlen Teile vom Gestänge. Die Porter basteln sehr findig gleich Ersatzteile – hoffentlich haben wir keinen Sturm unterwegs…

Nach dem frühmorgendlichen breakfast und der Bitte, kein Mittagessen für uns einzuplanen, gehen wir am 2.4. acht Uhr weiter. Das Tagesziel heißt heute Bumlingtar (Bamling). Kontinuierlich steigt nach etwa einer Stunde der Weg über Chewabesi nach Chaudanpur an. Die Hochebene erreichen wir etwa 11.30 Uhr. Auf dem Vorplatz der Schule pausieren wir bei Saft, Obst und Keksen. Thaala, der local guide und Tsedar gehen mit uns. Die Träger laufen ihr eigenes Tempo und werden auch ausführlich mittagessen. Für die Schulkinder sind wir sehr interessant und es gibt lustige Begegnungen. Von der Hochebene führt der Weg wieder zum Fluss hinunter, über eine Hängebrücke und am Hang wieder aufwärts. Wir erreichen gegen 15.00 Uhr Bumlingtar. Auf dem Platz vor dem einzigen Shop des kleinen Ortes werden wir campieren. Auch hier ist das Interesse der Dorfbevölkerung groß. Wir bewegen uns abseits aller bekannten Trekkingrouten. Gegen 17.30 Uhr trifft die Mannschaft ein und schnell werden bei aufziehendem Gewitter die Zelte aufgebaut.

Nun sind wir am 3.4. auch schon den dritten Tag unterwegs. Wieder beginnen wir acht Uhr die Wanderung zum heutigen Tagesziel Sisuwa. Die Pfade und Wege sind insgesamt besser, als wir befürchtet hatten, aber die Hitze will verkraftet sein. Am Sangkhuwa Fluss (einem Zufluss zum Arun) findet sich eine wunderbare Badestelle; die Erfrischung genießen wir alle sehr! Etwa 13.30 Uhr erreichen wir Sisuwa, wo gerade Markttag ist und viel Fettgebackenes und reichlich Tand angeboten wird. Ab und zu ist auch Brauchbares für den Alltag zu sehen. Auch dieser Ort ist klein & ärmlich. Die Menschen in diesen Dörfern leben von der Landwirtschaft und haben kaum Einkommen. 17.00 Uhr werden die Zelte aufgebaut und es ergeben sich schöne Gespräche mit der Dorfjugend. Die junge Generation ist unzufrieden und drängt auf Veränderung der Lebensbedingungen, etwas, was wir noch oft zu hören bekommen.

 

4.4. 6.30 Uhr Morgentee und Frühstück. Beim Abmarsch acht Uhr sind schon 26 Grad C. Heute steigen wir entlang des Sisuwa Khola nach Chepchewa (1000m) auf. Der Weg führt wieder durch Wiesen und Felder; nach etwa einer Stunde erreichen wir eine Hydropower-Station, die die Dörfer mit Strom versorgen soll. Noch sind nicht alle angeschlossen, die möglich wären, aber es ist ein hoffnungsvolles Zeichen in dieser extrem armen Region. Schon gegen 11.00 Uhr sind wir heute am Ziel. Die Zelte werden auf dem Sportplatz des Ortes aufgebaut. Wir unternehmen einen ersten Erkundungsgang und sehen uns das kleine Ambulanzgebäude (health post) an. Die Gemeindeschwester hat mit einer Patientin zu tun, die eine schwere Lungenentzündung hat. Friedrich wird gleich aktiv in Diagnostik und Therapie. Im Gespräch erfahren wir viel über die Struktur und Organisation der health posts. Gebaut und mit Solaranlagen versorgt wurden sie vom Staat, der auch die Medikamente bezahlt. Die Gemeindeschwester (oft in Personalunion auch Hebamme) wird vom “Village Development Committee” (VDC) bezahlt. Zusätzlich gibt es extra geschulte “volunteers”, die in den Familien besonders nach Geburten praktische Unterstützung geben. Wir sind beeindruckt aber auch sicher, dass dies die Theorie ist. Den praktischen Gang der Dinge werden wir hautnah erleben… Nachmittags können wir wieder im Fluss baden. Das Wasser, was aus der Gletscherregion des Makalu kommt, ist angenehm kühl und klar. Abends beim Essen haben wir wieder lebhafte Diskussionen mit Tsedar. Er kennt die Region, die Mentalität der Menschen und argumentiert sehr reflektiert.

Am 5.4. soll nun das erste Meeting mit der Bevölkerung stattfinden. Nachdem 13.30 Uhr alle 17 Teilnehmer eingetroffen sind, eröffnen Thaala und Tsedar das Treffen mit einer Vorstellungsrunde. Danach werden in Gruppen die Fragen diskutiert, die wir mit Tsedar für diese Evaluierung in Kathmandu formuliert hatten. Es wird ein lebhafter und interessanter Nachmittag! Da wir vier solche Meetings im Verlauf der Tour haben, fasse ich die Ergebnisse am Ende des Berichts zusammen. Für morgen ist ein “medical check-up” der Bevölkerung geplant und wir bereiten abends noch Laufzettel vor, die die Dokumentation erleichtern sollen. Auf Wunsch und Anregung von HNFF sind diese „check-up’s“ in das Reiseprogramm aufgenommen worden, um einen direkten Eindruck von der gesundheitlichen Lage der Menschen zu bekommen. Als wir uns ins Zelt begeben, sind schon erste Patienten da, die unter freiem Himmel im Schlafsack übernachten.

Am nächsten Morgen beginnen wir acht Uhr mit dem “check-up” im health post. Thaala registriert die Ankömmlinge, Roger und ich erfragen Stammdaten und Beschwerden, messen Blutdruck und führen Augentests auf dem Vorplatz des Gebäudes durch. Tanka, der Guide und Subash der Koch übersetzen die Antworten. Beide sprechen etwas englisch und den regionalen Dialekt Kulung, was sehr hilfreich ist. In einem Raum untersucht Friedrich, Tsedar übersetzt ihm. Im Entbindungsraum untersucht Rainer. Zunächst übersetzt für ihn die Gemeindeschwester, später der Dorflehrer. Das Ereignis muss sich schnell herumgesprochen haben, denn am zeitigen Nachmittag haben sich über 300 Leute versammelt, die zum Teil lange beschwerliche Wege auf sich genommen haben, um einen Arzt zu konsultieren! Wir müssen das Management ändern und arbeiten mit Hochdruck: Patienten mit Fieber und akuten Beschwerden, auch mit kleinen Kindern werden vorgezogen. Einem der Wartenden passt das nicht und er versucht mit aggressiven Reden die Stimmung aufzuheizen. Den Umstehenden ist das peinlich, zumal Tsedar und Rainer sehr deutlich werden müssen. Mehrfach entschuldigen sich die Leute für den Schreihals. Bedrückend ist die Fülle der Diagnosen: von “einfachen” Kopf- Rücken- und Gelenkschmerzen angefangen reicht das Spektrum zu nicht behandelten Frakturen, Bronchitiden, unklaren Tumoren, offener Tb, Gelbsucht, unbehandelten Wunden und Geschwüren bis hin zu starken Beschwerden nach unsachgemäßen Entbindungen – es ist erschlagend. Beizeiten müssen wir die mitgebrachten Medikamente neu einteilen. Auch der große Sack voller ausgemessener Brillen wird schnell leichter. Manchen machen wir glücklich mit einer Brille. Koch und Guide zeichnen extra Tafeln für die Patienten, die nicht lesen können. Viele haben auch entzündete Augen wegen der Rauchbelastung in den Häusern und der grellen Sonneneinstrahlung. Mit Anbruch der Dunkelheit 18.00 Uhr müssen wir den “check-up” beenden, der ohne Pause stattgefunden hat.

7.4. Wir sind nochmals am health post, um letzte Patienten anzuschauen. Dann erleben wir einen anrührenden Abschied: der Dorflehrer dankt für das Kommen, unsere Fragen und das Interesse an der Region – wir sollen unbedingt wieder kommen und sie nicht vergessen! Besonders dankt er natürlich für die medizinische Betreuung und entschuldigt sich nochmals für den Störenfried. Wir bekommen Blumengirlanden umgehängt und Schals aus den Fasern der Nessel, die hier im Arun dank HNFF wieder geerntet und verarbeitet wird.

 

Unterwegs sahen wir immer wieder Frauen mit Handspindeln und solche, die die Schals stricken.

 

Mit vielen guten Wünschen und dem roten Segenspunkt auf der Stirn versehen machen wir uns an den Aufstieg nach Pelumba (ca.1700m), dem heutigen Tagesziel. Nach der Flussüberquerung geht es über eine markante Rippe steil bergauf. Spätestens hier hatten wir gehofft, von den hohen Bergen in der Ferne etwas zu sehen, werden aber wieder enttäuscht: der starke Dunst in dem aufgeheizten Flusstal verhindert jegliche Fernsicht. Gegen 13.00 Uhr erreichen wir Pelumba. Tanka hat eine schöne Wiese ausgesucht, es gibt sogar einen Raum mit einem Wasserhahn, in dem wir “duschen” können. Die Mannschaft braucht wieder länger. So können wir die letzten Tage besprechen und gedanklich das nächste Meeting, vor allem aber den nächsten “check-up” vorbereiten. Roger übernimmt die Daten des letzten in Chepchuwa in eine Tabelle, die später als Datei ausgearbeitet werden soll. So richtig kann der Koch nicht verstehen, dass wir nie Mittagessen möchten und entsprechend legt er sich auch an diesem Abend ins Zeug – es ist zur Freude der Porter oft zu viel, was er für uns kocht.

Auch der nächste Morgen ist sonnig und warm. Nach dem Frühstück vervollständigen wir die Tabelle und sortieren die Medikamente neu. Etwa 13.00 Uhr beginnt das Meeting. Die 14 Teilnehmer kommen aus dem VDC-Distrikt Bala, zu dem Pelumba gehört. Es sind wieder mehr Frauen als Männer, einige health-volunteers darunter. Auch hier verläuft die Fragerunde in den Gruppen lebhaft. Gegen 17.30 Uhr löst sich die Runde auf. Wir haben wieder neuen Diskussionsstoff, wo und wie Unterstützung nachhaltig und sinnvoll ist.

9.4. Im Lauf des gestrigen Meetings erfuhren wir, dass ein weiterer health post unterhalb des Ortes existiert. Den wollen wir sehen und besprechen mit Thaala und Tsedar die Routenänderung. 300 Hm geht es bergab, dann haben wir das große und solide Gebäude erreicht. Es ist vor etwa drei Jahren von einer österreichischen NGO erbaut worden und ist gut in Ordnung. Von der Gemeindeschwester, die auch beim Meeting war, werden wir begrüßt und herumgeführt. Der Medikamentenbestand ist ordentlich, die Solaranlage funktioniert – Wasser ist das Problem! Eigentlich sollte eine Fassung oberhalb gebaut werden, aber wann… von wem… mit welchem Geld…? Instrumente können nur grob gereinigt, dann in Spiritus getunkt und angezündet werden, um wenigstens Keimarmut zu erreichen. Die Art, wie die Schwester berichtet, gefällt uns gut. Sachlich beschreibt sie den Alltag mit 10-35 Patienten und die Aufgabe ist nicht einfach für sie, zumal es nur Volunteers zur Unterstützung gibt. Nach herzlichem Abschied queren wir den Hang auf schmalen Pfaden durch Terrassenfelder und steigen zu einem kleinen Seitenfluss ab, den wir überqueren. Der nächste Aufstieg auf den Bergrücken folgt, bevor der Steilabstieg uns zum Sangkhuwa-Fluss führt. Wir haben Zeit zu baden, zumal die Mannschaft weit hinter uns ist. Das Wasser ist klar und kühl, auch Tsedar und Thaala tut es gut. Wie sich zeigt, war diese Erfrischung nötig, denn die knapp 600 Hm Aufstieg nach Lakuwa führen über eine Art in Stein gesetzte Himmelsleiter steil bergauf; es ist eine tolle Rampe! Etwa 14.30 Uhr erreichen wir die wenigen Häuser von Lakuwa. Eins davon ist unser “Hotel”. Es gibt immerhin Betten, auf denen wir die Schlafsäcke ausrollen und fließendes Wasser, wobei nicht klar ist, wo es herkommt. Ein Bier können wir auch kaufen, was nach der schweißtreibenden Tour sehr angenehm ist. Nach Auskunft des Besitzers kommen doch ab und zu Gäste hier vorbei. Das ist erstaunlich, da die Trekking-Route zum Makalu-Basecamp noch weit weg ist. Stolz zeigt Tsedar ein neues Gebäude, was noch nicht fertiggestellt ist. Hier will HNFF eine neue Spinnmaschine installieren und Räume für Material und fertige Produkte einrichten. Vor dem Abendessen packen wir alles für den morgigen “check-up” zusammen, der in der Schule stattfinden soll. Das Management wird mit Thaala und Tanka besprochen, die Dolmetscheraufgaben werden verteilt.

10.4. Gut vorbereitet starten wir in den Tag, bauen im Schulhof die Stationen für Augentest und erste Anamnese auf und beginnen gegen 10.00 Uhr mit der Arbeit. Wir haben dazu gelernt und sind gut eingespielt. Auch kommen die Menschen dank des schwierigeren Anmarschs nicht alle gleichzeitig. Diesmal helfen der Koch und der Dorflehrer bei den ersten Fragen; auch hier wird Kulung gesprochen.  Es werden viele Kinder gebracht, offene Tb und Hepatitis findet sich ebenfalls wieder.

 

Auffallend viele Patienten waren vom Baum gestürzt: die jungen Äste und frischen Triebe der Bäume werden als Viehfutter “geerntet”, so kommt es oft zu Unfällen.

Wie beim letzten Mal schicken wir auch hier – in Unkenntnis der Situation – Patienten, die wir nicht behandeln können, ins “nächste” Krankenhaus nach Khandbari, was mehr als einen vollen Tagesmarsch für gesunde Beine entfernt ist. Weit über 100 Patienten können aber zumindest symptomatisch behandelt und beraten werden. Das kostet immer viel Zeit, weil ja alles übersetzt werden muss. Es wird schon dunkel, als wir uns wieder auf den Weg hoch zum

Quartier machen. In der Nacht gewittert es kräftig.

Am Morgen des 11.4. sehen wir erstmalig mehr von der Landschaft. Das Gewitter hat den Dunst vertrieben und in der Ferne grüßen die weiß verschneiten Berge! Nach dem Frühstück ist auf dem Vorplatz nochmals Sprechstunde für die Patienten, die gestern nicht mehr behandelt werden konnten. Angekündigt waren zehn, es werden 35. Dann müssen wir nach kurzer Pause zum Meeting des hiesigen VDC Tamku. 13 Teilnehmer kommen und der Ablauf ist ähnlich, wie bei den beiden Treffen zuvor. Gegen 17.30 verabschieden sich alle und wir bekommen wieder ein tolles Abendessen zubereitet.

Am nächsten Morgen werden wir wieder mit Blumen, Nessel-Schals und vielen guten Wünschen verabschiedet. Auf einer Art Panoramaweg queren wir den Hang in ca. 1500 m Höhe, haben schöne Tiefblicke und wunderbare Ausblicke in die Schneeberge.

 

Tsedar zeigt uns Kiwi-Pflanzen, von denen jeder Haushalt fünf geschenkt bekam. In drei Jahren sollen die ersten Früchte für eine vitaminhaltigere Ernährung sorgen. Etwa eine Stunde später erreichen wir Tamku, was von Seiten der Distriktverwaltung und auch von HNFF zum Musterdorf für die weitere Umgebung entwickelt werden soll. Eine große halbfertige Bauruine empfängt uns: der neue „Primary Health Post“. Vor vier Jahren wurde mit dem Bau begonnen, seit sieben Monaten nicht mehr daran gearbeitet. Das ist unverständlich, wenn man bedenkt, wie mühsam Materialien herangeschafft werden müssen und wie schnell Wind und Wetter mit der Zerstörung beginnen. Auch den noch arbeitenden „Primary Health Post“ sehen wir uns an. Es herrscht Einigkeit, dass eine umfassende Renovierung wahrscheinlich sinnvoller gewesen wäre. Mit dem Manager und zwei healthworkern können wir sprechen und Näheres zur Situation erfahren. Dann werden schöne Erinnerungsfotos gemacht und wir setzen die Tour fort. Nach einigem Auf und Ab haben wir mittags einen tollen Aussichtspunkt als Rastplatz. Es weht ein leichter Wind, was bei 34 Grad C sehr angenehm ist. Etwas erholt steigen wir dann nach Mangtewa ab, wo auf der Wiese vor dem VDC-Gebäude die Zelte aufgeschlagen werden.  Nachmittags sehen wir uns den health post an und treffen auf einen jungen Mann, aus dessen Angaben wir nicht ganz schlau werden: ist er Arzt oder nicht? Drei Jahre Studium und zwei in der Praxis sind eigentlich zu wenig, andererseits hat er wohl Patienten behandelt. Der Medikamentenbestand ist auch hier recht gut, die Räume und das gesamte Gebäude aber verwahrlost und schmutzig. Die Notwendigkeit, gerade Räume zur Patientenbehandlung sauber und in Ordnung zu halten, wird so nicht wahrgenommen. Das macht uns überall sehr zu schaffen, zumal dies keine Frage der finanziellen Mittel ist.

13.4. Für heute ist das nächste Meeting mit Vertretern dieses großen VDC-Distrikts angesetzt. 25 Teilnehmer sind eingeladen, es kommen aber weit über 50, da Samstag (Feiertag) ist und die Veranstaltung als allgemeines Treffen genutzt wird. Dank des guten Wetters kann die Gruppenarbeit zur Fragerunde mit 30 Teilnehmern draußen stattfinden. Es ist ein deutlicher Unterschied zu den vorherigen Meetings zu erleben: die Menschen leben näher (nur einen Tagesmarsch entfernt) an der Distrikthauptstadt Khandbari, es geht ihnen wirtschaftlich offensichtlich etwas besser. Die Antworten sind eher allgemein gehalten, fruchtbare Diskussionen kommen nicht zustande. Wir sind daher schon auf den „check-up“ gespannt, der am nächsten Tag wieder auf dem Schulgelände – unterhalb des Ambulanzgebäudes – stattfinden soll.

14.4. Heute beginnt das nepalische Jahr 2070 – happy new year!

Acht Uhr beginnen wir wieder mit der Arbeit. In je einem Klassenzimmer wird untersucht, wobei die hölzernen Sitzbänke als Untersuchungsliegen dienen. Roger und ich haben wieder zuerst mit den Ankommenden zu tun und schnell wird klar, dass auch das Krankheitsspektrum anders ist, als in den vorherigen Orten. Auffallend Viele haben unbehandelten Bluthochdruck. Schwerstkranke werden auf Tragen und in großen Körben herangeschleppt. Eine junge Frau mit schwerem Asthma-Anfall lassen wir keinen Meter mehr gehen aus Sorge, sie könnte zusammenbrechen.

Zur symptomatischen Behandlung haben wir Medikamente dabei. Es sind aber etliche Patienten, die dauerhaft behandelt und kontrolliert werden sollten. Rainer fängt eine Namensliste an. Wir warten auf den healthworker (?), doctor (?), der sich für zehn Uhr zur Unterstützung angekündigt hatte. Leider erscheint er den ganzen Tag nicht, so dass wir die Liste einem Dorfbewohner geben müssen, mit der dringenden Bitte, sie im health post abzugeben. Als wir uns zu den Zelten auf den Weg machen, haben wir wieder mehr als 100 Patienten gesehen.

Auf dem Zeltplatz erwarten uns schon viele Kinder und Erwachsene. Sie wollen sich mit Blumenketten und Schals bedanken und uns zum Neujahrspicknick des Dorfes einladen.

Stundenlang ist auf der großen Wiese oberhalb des Ortes gekocht und gebraten worden. Die „Teller“ sind kunstvoll zusammen gesteckte Bananenblätter. Es gibt Reis, Gemüse, sogar Fleisch und reichlich Chang, das selbstgebraute Bier, was wir alle nicht anrühren, da es mit Oberflächenwasser aufgesetzt wird. Roger und Bidji, der Sohn unseres Guides, der ebenfalls Übersetzerdienste geleistet hatte, fotografieren, filmen und tauschen sich über die neuesten Apps aus. Während des Essens erfahren wir, dass Subash, der Koch auch ein großes Neujahrs- und Abschiedsessen vorbereitet. Da müssen wir durch… Es wird dann mit der ganzen Mannschaft ein schöner und lustiger Abend.

15.4. Nach dem Frühstück bedanken wir uns bei den Trägern und der Küchenmannschaft mit kleinen Geschenken und verteilen Mützen, Taschenmesser und Jacken. Es waren sehr harmonische Tage. Gemeinsam steigen wir steil zum Arun-Tal ab. Im Sangkhuwa-Fluss, kurz vor der Mündung in den Arun, baden wir mittags ausgiebig – bei 36 Grad C im Schatten eine Wohltat! Der Kreis schließt sich, als wir die Brücke kurz vor Bumlingtar überschreiten und den steilen Anstieg nach Heluwabesi unter die Füße nehmen. Durst haben wir, aber es gibt dort nur zuckersüße Limonade zu kaufen. Zwei große Jeeps, die uns von hier nach Khandbari bringen sollen, stehen schon bereit. Eine zweistündige, höchst abenteuerliche Fahrt folgt nun auf einer holprigen, zum Teil ausgewaschenen, zum Teil abgerutschten Piste. Es ist heiß und staubig und ich bin sehr froh, als das Städtchen endlich erreicht ist. Tsedar hatte im „Hotel Arati“ reserviert und sofort vermissen wir – angesichts der hygienischen Verhältnisse – unsere Zelte!

16.4. Stromsperre am Morgen, wie oft auch in Kathmandu. Das Wetter ist kühl und bedeckt, das Frühstück spärlich. Eigentlich wollten wir eine Wanderung auf den nächsten 2000m-Pass unternehmen, um in die Bergketten des Makalu-Gebietes zu sehen. Angesichts der dicken Wolken geben wir den Plan auf, erkunden das Städtchen und besuchen die Poliklinik an der Hauptstraße. Eine gut ausgebildete Ärztin führt durch die Räume und erklärt das Konzept dieser privaten Einrichtung. Wir sind positiv beeindruckt. Patienten müssen hier für die Behandlung etwas zahlen – wenn sie können. Auch die Übernachtung kostet eigentlich umgerechnet 0,50 €, wer das nicht hat, darf trotzdem vor dem langen Heimweg dort schlafen. Später werten wir die Meetings & „check-ups“ für die Statistik aus.

17.4. Erwartungsvoll machen wir uns heute zum Hospital auf. Viele Patienten haben wir hier her geschickt, nun wollen wir uns ein Bild machen. Es wird eine einzige Enttäuschung: der Bau mit dunklen und schmutzigen Fluren ist voller Menschen. Wer Patient und wer Mitarbeiter ist, kann nicht unterschieden werden. Ein einziger junger Arzt ist da, frisch von der Uni, ohne jede Erfahrung. Er ist bei einer Entbindung beschäftigt. Seine zwei Kollegen, die hier mit arbeiten sollten, sind schon seit Tagen nicht erschienen. Der Notfall-Raum ist stickig und voller Patienten mit ihren Angehörigen. Ob Verbandsraum oder Entbindungszimmer – alles ist entsetzlich schmutzig. Wir leisten gedanklich all denen Abbitte, die wir auf den langen Weg hier her geschickt haben… Ganz erschlagen machen wir uns auf den Heimweg und beschließen, die restlichen ausgemessenen Brillen und die Medikamente in der Poliklinik abzugeben. Dies geschieht mit der Bitte, diesen Fundus kostenlos an arme Patienten zu verteilen. Die Ärztin freut sich, uns wiederzusehen und verspricht, sich danach zu richten. Natürlich haben wir jetzt wieder mit Thaala und Tsedar reichlich Gesprächsstoff und es wird einige Zeit dauern, bis diese Eindrücke sortiert sind.

Tsedar hat uns nachmittags in das Office von HNFF eingeladen. Die Mitarbeiter dort erklären ausführlich, wie die Arbeit organisiert ist. Etwa 1200 Menschen sind im Arun-Tal mit Anbau, Ernte und Verarbeitung der Nessel-Pflanzen beschäftigt. Khandbari ist eine Sammelstelle. Von hier aus werden die Produkte zur Weiterverarbeitung und zum Verkauf verteilt – eine logistische Meisterleistung! Endlich bekommen wir auch die Pflanze zu sehen, in einem Blumentopf! Unterwegs waren wir nicht weit genug im Dschungel, um sie in Natur zu sehen, was für lustige Wortspiele mit Tsedar sorgte.

18.4.2013 Heute geht die Erkundungstour durch einen kleinen Teil des Arun-Tals zu Ende. Mit einem Jeep erreichen wir auf etwas besserer Piste in einer knappen Stunde Fahrt wieder Tumlingtar. In den letzten Tagen war das Wetter so schlecht, dass keine Flüge stattfanden. Wir können heute ein Sonnenfenster nutzen und wie geplant nach Kathmandu fliegen. Für die nächsten Tage ist auch wieder Schlechtwetter angesagt – wir haben also Glück. Nach ruhigem Flug oberhalb der dicken Wolken erreichen wir Kathmandu. Wir wurden gebeten, einen workshop im Kloster Ramkot zu Hygienefragen und Erster Hilfe abzuhalten. Es ist ein großes Kloster mit über 100 Mönchen und wir erleben interessante Stunden dort.    

Die folgenden Tage vergehen mit verschiedenen Begegnungen. Wir treffen Phuti Sherpa, die ausführlich über die Village clinic und die Situation in Chyangmityang berichtet. Mit HNFF-Mitgliedern bereiten wir die Tour nach und besprechen die einzelnen Punkte des „Memorandum of Understanding“. Wir werden workshops für die Bevölkerung und Fortbildungen für die healthworker anbieten, wenn es finanzierbar ist und der Verein zustimmt. HNFF wird für Genehmigungen und Organisatorisches vor Ort sorgen. Es gibt also viel zu tun und so fliegen wir am 24.4. mit dem Bewusstsein aus Nepal ab, dass nach der Reise auch gleich vor der Reise ist…

Auswertung der Meetings mit der Bevölkerung im Arun-Tal

Der Ablauf ist jeweils gleich. Zunächst gibt es eine Vorstellungsrunde. Die Teilnehmer stellen sich vor und erklären, aus welchem Dorf sie kommen und welche Funktionen sie ausüben. Thaala und Tsedar stellen uns und Mountain Spirit Deutschland vor und erklären, weshalb wir mit HNFF unterwegs sind.

Auch die Fragen sind immer exakt die gleichen und werden (je nach Teilnehmerzahl) in drei bis vier Gruppen bearbeitet.

1. Frage: Wie ist die derzeitige Situation, welche Krankheiten treten auf?

2. Frage: Was tun die Menschen bei Krankheit, wie wird behandelt?

3. Frage: Wie ist die Bevölkerungsstruktur im jeweiligen VDC?

4. Frage: Ist die derzeitige Situation akzeptiert oder sind Veränderungen in den nächsten fünf Jahren               gewünscht, zu denen wir beitragen können?

 

MEETING 5.4.2013 IN CHEPCHEWA, DISTRICT SISUWAKHOLA VDC

Zeit: 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr, 15 Teilnehmer, drei Gruppen

Zu 1: Erkältung, Pneumonie, Asthma, Fieber (vor allem Kinder), Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Magenschmerzen, Hauterkrankungen, Augenerkrankungen, Zahnprobleme, Bauchbeschwerden, Durchfall, Wurmerkrankungen, Gelbsucht, Tbc, Karzinome, Herzerkrankungen, bei Frauen: Uterus-Prolaps

Zu 2: Erkältungen und Fieber werden zunächst zu Hause behandelt (Kräuter u. a.), auch Gelenkschmerzen mit Massagen. Bei größeren Beschwerden ist die Reihenfolge immer:

  1. 1.Schamane
  2. 2.health post
  3. 3.Hospital Khandbari oder Kathmandu

Herzerkrankungen, Haut-, Zahn und Augenkrankheiten, Prolaps-Beschwerden nach unsachgemäßen Geburten werden praktisch nicht behandelt. Lange beschwerliche Wege, Geldmangel für fachärztliche Behandlung sind die Gründe.

Zu 3: Es gibt etwa 4500 Einwohner im Distrikt in knapp 600 Haushalten.

Zu 4: Alle Teilnehmer wünschen sich Veränderungen. Zunächst in der Prävention: sauberes und sicheres Trinkwasser, hygienischere Sanitäreinrichtungen, rauchfreie Öfen. Für die Behandlung: personell und materiell besser ausgestattete health posts, dafür auch Erweiterung der Elektrifizierung, Labor- und Sterilisationsmöglichkeiten, verbesserte Kommunikation im Notfall.

Wir sollen Schulungen und workshops zu Ernährung, Hygiene, Erster Hilfe und Frauenmedizin anbieten, wenn möglich auch Materialien für Trinkwassereinrichtungen, Sanitär und Öfen mitfinanzieren, Fachleute zur Unterstützung der Bevölkerung schicken, die das alles selbst bauen wollen.

MEETING 8.4.2013 IN PELUMBA, DISTRICT BALA VDC

Zeit: 13.15 Uhr bis 17.30 Uhr, 14 Teilnehmer, drei Gruppen

Zu 1: Erkältung, Pneumonie, Asthma, Fieber (vor allem Kinder), Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Magenschmerzen, Hauterkrankungen, Augenerkrankungen, Zahnprobleme, Bauchbeschwerden, Durchfall, Wurmerkrankungen, Gelbsucht, Tbc, Karzinome, Herzerkrankungen, bei Frauen: Uterus-Prolaps, Allergien, Nierensteine, Aids (erstmalig genannt)

Zu 2: Erkältungen und Fieber werden zunächst zu Hause behandelt, auch Gelenkschmerzen mit Massagen. Bei größeren Beschwerden ist hier die Reihenfolge:

  1. 1.Schamane
  2. 2.health post
  3. 3.Kräutermedizin
  4. 4.Hospital Khandbari oder Kathmandu

Herzerkrankungen, Haut-, Zahn und Augenkrankheiten, Prolaps-Beschwerden nach unsachgemäßen Geburten werden praktisch nicht behandelt. Lange beschwerliche Wege, Geldmangel für fachärztliche Behandlung sind die Gründe. Patienten sterben zu Hause, erblinden bei Augenerkrankungen, haben lebenslang Inkontinenzprobleme bei Prolaps.

Zu 3: Im Distrikt gibt es 3200 Einwohner in 559 Haushalten.

Zu 4: Auch hier wünschen sich die Teilnehmer Veränderungen. Prävention: sauberes und sicheres Trinkwasser, hygienischere Sanitäreinrichtungen, rauchfreie Öfen, jährlich einen kostenlosen medizinischen check-up für Alle. Für die Behandlung: personell und materiell besser ausgestattete health posts, dafür auch Erweiterung der Elektrifizierung, Labor- und Sterilisationsmöglichkeiten, mehr Entbindungsstationen mit qualifiziertem Personal, ausreichend Medikamente, verbesserte Kommunikation im Notfall.

Wir sollen Trainings und workshops anbieten, auch in den Schulen über Hygiene sprechen, eventuell healthworkern Qualifizierungen mit finanzieren, Prävention ist das wichtigste Thema.

 

MEETING 11.4.2013 IN LAKUWA, DISTRICT TAMKU VDC

Zeit: 14.15 Uhr bis 17.30 Uhr, 13 Teilnehmer, drei Gruppen

Zu 1: Erkältung, Pneumonie, Asthma, hohes Fieber: vor allem Kinder bis Fieberkrampf, Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Hauterkrankungen, Augenerkrankungen, Zahnprobleme, Bauchbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfall, Wurmerkrankungen, Gelbsucht, Tbc, Karzinome, Herzerkrankungen, bei Frauen: Uterus-Prolaps, Allergien, Nierensteine, Aids, Typhus, Masern

Zu 2: Erkältungen und Fieber werden zunächst zu Hause behandelt, auch Gelenkschmerzen mit Massagen. Bei größeren Beschwerden ist hier die Reihenfolge:

  1. 1.Schamane
  2. 2.health post
  3. 3.Kräuter-/Naturmedizin
  4. 4.Districthospital Khandbari, dann eher Dharan oder Birathnagar (Indien), weniger Kathmandu

Herzerkrankungen, Haut-, Zahn und Augenkrankheiten, Prolaps-Beschwerden nach unsachgemäßen Geburten werden praktisch nicht behandelt. Lange beschwerliche Wege, Geldmangel für fachärztliche Behandlung sind die Gründe. Patienten sterben zu Hause, erblinden bei Augenerkrankungen, haben lebenslang Inkontinenzprobleme bei Prolaps, schwer infektiöse Patienten leben abgesondert in extra Hütten.

Zu 3: Im Distrikt gibt es 3200 Einwohner in 566 Haushalten.

Zu 4: Teilnehmer wünschen Veränderungen. Prävention: sauberes und sicheres Trinkwasser, hygienischere Sanitäreinrichtungen, rauchfreie Öfen, Änderung der Lebensgewohnheiten (Alkohol!), abwechslungsreiche Ernährung. Für die Behandlung: personell und materiell besser ausgestattete health posts, dafür auch Erweiterung der Elektrifizierung, Labor- und Sterilisationsmöglichkeiten, mehr Entbindungsstationen mit qualifiziertem Personal, ausreichend Medikamente, verbesserte Kommunikation im Notfall, dazu Wegebau, Verbesserung der Infrastruktur & damit der Einkommenssituation, um med. Behandlungen bezahlen zu können

Wir sollen Trainings und workshops in Hygiene, Erster Hilfe, Frauengesundheit und Ernährungslehre anbieten, auch in den Schulen über Hygiene sprechen, eventuell healthworkern Qualifizierungen mit finanzieren, Prävention ist das wichtigste Thema.

MEETING 13.4. 2013 IN MANGTEWA, DISTRICT MANGTEWA VDC

Zeit: 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr, 30 Teilnehmer, vier Gruppen

Zu 1: Erkältung, Pneumonie, Asthma, hohes Fieber: vor allem Kinder bis Fieberkrampf, Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Hauterkrankungen, Augenerkrankungen, Zahnprobleme, Bauchbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfall, Wurmerkrankungen, Gelbsucht, Tbc, Karzinome, Herzerkrankungen, bei Frauen: Uterus-Prolaps, Allergien, Nierensteine, Aids ( acht Patienten bekannt!), Masern, Bewusstlosigkeit

Zu 2: Alle vier Gruppen geben diese Reihenfolge an:

  1. 1.Schamane
  2. 2.health post
  3. 3.Districthospital Khandbari, dann Kathmandu

Von häuslicher Pflege wird nicht berichtet.Es gibt aber Volunteers-

Zu 3: Im Distrikt gibt es etwa 2100 Einwohner in 456 Haushalten.

Zu 4: Teilnehmer wünschen Veränderungen. Prävention: sauberes und sicheres Trinkwasser, hygienischere Sanitäreinrichtungen, rauchfreie Öfen, Änderung der Lebensgewohnheiten (Alkohol und Rauchen), abwechslungsreiche Ernährung. Für die Behandlung: personell und materiell besser ausgestattete health posts, ausreichend Medikamente, verbesserte Kommunikation im Notfall, des weiteren Wegebau, Verbesserung der Infrastruktur & damit der Einkommenssituation

Wir sollen Schulungen und workshops in Hygiene, Erster Hilfe, Frauengesundheit und Ernährungslehre anbieten, Prävention ist das wichtigste Thema.