24.07.2017
 
10 Jahre Projekt "Solarstrom auf dem Dach der Welt"
2007 wurden drei komplette photovoltaische Inselanlagen von der Firma Krannich Solar gespendet.

Eine Anlage davon, wurde in unserem Sub Healthpost in Chyangmityang eingebaut. Sie arbeitet seither hervorragend ohne Störung.

Unsere Healtworker in Chyangmityang dokumentieren seit 10 Jahren die Leistungdaten der Anlage und die Wetterverhältnisse.
Im September 2007 berichtete die Zeitschrift "Erneuerbare Energien" in einem ausführlichen Artikel unter der Überschrift "Solarmodule auf dem Dach der Welt – Mountain Spirit bringt solare Energie nepalesische Bergdörfer" über diesen erfolgreichen Einsatz.
Wir danken der Firma Krannich Solar recht herzlich für diese großartige Unterstützung.
 

Nach einem Interview mit unserem Vereinsvorsitzenden Wolfgang Henzler im SWR 3 Weltweit entstand im Jahre 2006 ein Kontakt zu einem Anbieter von Solar-Komplettlösungen, der Firma Krannich Solar in Weil der Stadt. Sie boten uns an, ein Solar Projekt in Nepal zu fördern.

Und ein Mitglied des Vereins war im Frühjahr 2007 bereit, auf eigene Kosten nach Nepal zu reisen und die Installationen vorzunehmen.

Und so begannen wir das Projekt "Solarstrom auf dem Dach der Welt". Panos Avramidis ließ sich bei Krannich Solar die Grundlagen der Installation von Fotovoltaik-Inselsystemen zeigen, bevor die Dünnschicht-Module und das gesamte Zubehör wie Regler und Kabel verpackt wurden und per Luftfracht auf die Reise nach Kathmandu gingen.

Kurz danach machte sich auch Panagiotis Avramidis, genannt Panos auf den Weg, um in der Hauptstadt Nepals festzustellen, dass die Teile vorgeblich nicht angekommen waren. Doch schon nach kurzer Zeit hartnäckiger Nachforschung stellte sich heraus, dass die wertvollen Module im Zolllager des Flughafens versteckt und unzugeordnet lagen – vielleicht in der Hoffnung auf ein gutes Schmiergeld.

Unser Mitglied und die Mitarbeiter von MountainSpirit Nepal setzten alle ihre Kunst ein, und schafften es tatsächlich, ohne Zusatzkosten die Module aus dem Zoll zu bekommen. Dann musste noch die LKW-Batterien als Stromspeicher in Kathmandu gekauft werden – auch keine ganz einfache Aufgabe.

Damit war das Material endlich komplett zusammengestellt, mit dem in den Orten Shermatang und Chyangmityang die zwei Anlagen aufgebaut werden sollten. Doch von Kathmandu aus ist es ein weiter Weg in diese beiden Orte. Erst mit dem Bus und dann auf dem Rücken von Trägern wurden die empfindlichen Module und die schweren Batterien sowie das übrige Zubehör über hohe Pässe und tiefe Täler an ihre Bestimmungsorte in über 2500 m Höhe getragen.

Dort wartete dann die nächste Herausforderung auf Panos. Natürlich sind die Dächer in den Dörfern Nepals meilenweit entfernt von Normdachkonstruktionen Westeuropas. Also mussten improvisierte Holzgerüste gezimmert und imprägniert werden, die dann die Platten aufnahmen. Mit vereinter Geschicklichkeit gelang es innerhalb weniger Tage, die Module zwar nicht normgerecht, aber praxisorientiert zu montieren, die Kabel und Regler zu verlegen und die Batterien anzuschließen.

Nun können die Schulkinder in der Schule und die Mönche des Klosters auch nach dem Einbruch der Nacht noch lesen, Hausaufgaben machen oder gesellig beieinander sitzen – etwas, worüber wir im Westen gar nicht mehr nachdenken, wenn wir zum Lichtschalter greifen. Aber als wichtigsten Erfolg betrachten wir, dass in der Krankenstationen auch abends und nachts noch bei leidlichen Lichtverhältnissen behandelt werden kann, wenn ein Dorfbewohner plötzlich erkrankt oder einen Unfall erleidet.

Und im September 2007 berichtete die Zeitschrift "Erneuerbare Energien" in einem ausführlichen Artikel unter der Überschrift "Solarmodule auf dem Dach der Welt – MountainSpirit bringt solare Energie nepalesische Bergdörfer" über diesen erfolgreichen Einsatz.

Wir danken dem Sponsor Krannich Solar und unserem Mitglied Panos Avramidis ganz herzlich für ihren hohen Einsatz, ohne den dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.