Zuhause in Lichtenstein und Nepal – Mountain Spirit leistet Hilfe zur Selbsthilfe
Pfullinger Journal (SH)
Phuti Sherpa, ein Mädchen aus einem nepalesischen Bergdorf möchte zur Schule gehen. Ihre Eltern können das Schulgeld nicht aufbringen, da die beiden älteren Brüder schon eine Schule besuchen. Das Mädchen soll stattdessen eine Herde Yaks hüten. Kühe statt Schule – damit ist Phuti Sherpa nicht einverstanden.

Dort, wo die großen Hilfsorganisationen nicht hinkommen, hilft der Verein Mountain Spirit Deutschland e.V. In den abgelegensten Bergregionen Nepals, einem der ärmsten Länder der Welt, leistet der aus Unterhausen stammende Wolfgang Henzler mit seinem Verein kontrollierte Hilfe zur Selbsthilfe. 1999 gegründet, hat der Verein inzwischen 226 Mitglieder aus ganz Europa, die meisten jedoch stammen hier aus der Region. Auch viele der unterstützenden Firmen sind von hier. In den vergangenen 19 Jahren hat Mountain Spirit unzählige Hilfsprojekte für Nepal ins Leben gerufen– mithilfe vieler Spenden und ehrenamtlicher Arbeitsstunden der Mitglieder.

„Mister fifty – fifty“ aus Unterhausen
Etwas abgedroschen sei die Bezeichnung „Hilfe zur Selbsthilfe“ inzwischen, meint der Vereinsvorsitzende Henzler, „aber für das, was wir in Nepal machen, trifft es genau zu.“ Nicht ohne Grund trägt Henzler in Nepal den Spitznamen „Mister fifty – fifty“. Denn er besteht darauf, dass die Einheimischen soviel Selbstbeteiligung wie möglich aufbringen. Einen Teil der Kosten und Arbeitsstunden eines Hilfsprojekts tragen der Verein und verschiedene Spender, für mindestens die Hälfte müssen die Nepalesen selbst aufkommen. Mountain Spirit hat sich zum Ziel gesetzt, Kinderarbeit und Abwanderung in die Slums der Großstädte zu verhindern und den Menschen in den Bergregionen Nepals eine reale und langfristige Perspektive zu geben. Die Hilfe soll direkt und verlässlich dort ankommen, wo sie benötigt wird. Die Projekte werden gemeinsam mit verschiedenen nepalesischen Partnervereinen durchgeführt. Jedes Jahr im Frühjahr organisiert Henzler eine Reise für Vereinsmitglieder, bei der die Projektdörfer besucht werden und die Beteiligten einen genauen Eindruck vom Stand der Dinge bekommen. Auf diese Weise kann der Verein eine kontrollierte Förderung gewährleisten. mehr.....   der Beitrag ist im Pfullinger Journal auf Seite 8 veröffentlicht

 

Find us on Facebook
Follow Us