Einer der beiden Schwerpunkte unserer Arbeit - neben der Vermittlung von Patenschaften - ist die gezielte Umsetzung von Hilfsprojekten. In von uns ausgewählten Regionen versuchen wir, integrierte Projektarbeit zu leisten. Hoch gelegen an Hängen des Himalaja in Höhen von über 2500 m und weit ab von der nächsten Straße errichten wir Krankenstationen und betreiben sie bis zur Übergabe an das örtliche Komitee, bauen bzw. renovieren wir Schulen und sorgen für ihren Betrieb, haben wir Gebäude mit Solarstrom ausgerüstet, führen wir direktes medizinisches Basistraining durch und leiten wir die Bevölkerung zu verbesserter und nachhaltiger Landwirtschaft und zur Einkommenssicherung an.

Unsere Partnerorganisation in Nepal schlägt uns hierzu Regionen und Projekte vor. Gemeinsam eruieren wir die Machbarkeit. In einer intensiven Zusammenarbeit mit der Bevölkerung der Bergdörfer werden dann die Einzelheiten der Projektabwicklung entwickelt.

Dabei ist es von großer Bedeutung, dass die Bevölkerung sich so weit wie möglich mit Sach- und Arbeitsleistungen an den Projekten beteiligt. Wir stellen „nur“ diejenigen Leistungen zur Verfügung, die die Bevölkerung selbst nicht erbringen kann. So sorgen wir zum Beispiel dafür, dass Baumaterialien und Fensterscheiben gekauft werden können. Der Transport, die Errichtung des Gebäudes und der Einbau der Fenster ist aber Aufgabe der Bevölkerung.

Zur Anbahnung, Planung und Überwachung unserer Projekte in dieser völlig andersartigen kulturellen Umgebung nutzen wir unter anderem Verfahren und Werkzeuge, die in Nepal für den Einsatz in Hilfsprojekten weiterentwickelt wurden. Ein wichtiges Instrument ist dabei AI =Appreciative Inquiry (etwa: „bewundernde Fragestellung“). So erarbeiten wir mit Menschen, die zum Teil nicht lesen und schreiben können, die Wünsche, Träume und Ziele, die Ihnen am wichtigsten sind. Damit stellen wir sicher, dass die Projekte so umgesetzt werden, wie sie in die Kultur und Traditionen der Region passen und von der Bevölkerung zu 100 % mitgetragen werden.

Dabei stellen wir immer wieder fest, dass wir mindestens ebenso viel von den Menschen im Himalaja lernen können wie umgekehrt.